Venus-Oberfläche

 
Startseite
Venus-Aufbau
Innerer Venus-Aufbau
Venus-Atmosphäre
Wetter auf der Venus
Oberfläche der Venus
Rotation und Resonanzen
Planet ohne Mond
Missionen zur Venus
Kulturgeschichte der Venus
 
Impressum

Oberfläche der Venus

Der Boden der Venus ist ständig dunkelrotglühend (kaum wahrnehmbar für Menschen).
Aufgrund der sehr hohen Temperaturen gibt es keine Gewässer.
Das Relief wird hauptsächlich von sanft gewellten Ebenen beherrscht. Mit verhältnismäßig
geringen Niveauunterschieden von weniger als tausend Metern entsprechen sie dem
globalen Durchschnittsniveau und bilden, relativ ähnlich dem Meeresspiegel der Erde,
für alle Höhenangaben ein praktisches Bezugsniveau.
Dieses Nullniveau der Venus entspricht einem Kugelradius von 6.051,84 Kilometern.
Die Ebenen nehmen über 60 % der Oberfläche ein. Etwas weniger als 20 % sind bis zu
2 km tiefe Niederungen. Die verbleibenden 20 % sind Erhebungen, aber nur etwa 8 %
entfallen auf ausgesprochene Hochländer, die sich mehr als 1,5 km über das Nullniveau
erheben. Die hypsografische Kurve der Höhenverteilung auf der Venus zeigt also kein
zweites Hauptniveau wie im Fall der Erde, deren umfangreiche Oberkruste in Form der
Kontinente neben den Ozeanböden rund ein Drittel der Oberfläche der Erdkruste bildet.
Der Höhenunterschied zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Punkt der
Venusoberfläche beträgt etwa 12.200 Meter; das sind rund zwei Drittel des maximalen
Höhenunterschiedes der Erdkruste mit etwa 19.880 Metern.
Die Höhenangaben im Einzelnen sind für die Venus oft sehr unterschiedlich.

Alle Formationen auf der Venus tragen gemäß einer Konvention der Internationalen
Astronomischen Union (IAU) weibliche Namen, mit Ausnahme von Alpha Regio und Beta
Regio – den ab 1963 von der Erde aus zuerst entdeckten Strukturen – sowie der Maxwell
Montes. Letztere erhielten als die höchste Erhebung des Planeten ihren Namen zu Ehren
von James Clerk Maxwell, der mit seinen Gleichungen der elektromagnetischen Wellen
unter anderem auch eine Grundlage für die Radarerkundung der Venusoberfläche
geschaffen hat.

Aktuelle Darstellungen des Reliefs basieren hauptsächlich auf den Radarmessungen
des Venus-Orbiters Magellan der NASA, der 98 % der Oberfläche kartiert hat, mit einer
horizontalen Auflösung von 120 bis 300 Metern und einer vertikalen Auflösung von 30
Metern.

Gelegentlich ist aber auch noch die globale Karte von Pioneer-Venus 1 in Gebrauch,
die in etwa die Auflösung einer Weltkarte der Erde in einem großen Atlas hat.

Oberfläche der Venus